Konzept der tiergestützten Pädagogik
Pferdegestützte Förderung in der Peter-Härtling- Schule
Konzept zur tiergestützten Pädagogik an der Peter-Härtling-Schule

In unserer tiergestützten Arbeit werden unterschiedlichste Tierarten eingesetzt und es werden unterschiedliche Förderkonzepte umgesetzt.
Als externer Spezialist für tiergestüzte Arbeit bereichert seit Jahren das Institut für soziales Lerrnen aus der Wedemark die Arbeit der Peter-Härtling-Schule.  Diese Förderung mit verschiedenen Haus- und Nutztieren, die vorwiegend im sinnesfördenden Bereich liegt, wird durch schuleigene Fachkräfte für tiergestützte Arbeit ergänzt. Hier wird vor allem in den Bereichen Persönlichkeitsförderung, Konzentrationsförderung sowie an einer allgemeinen Förderung sozialer Kompetenzen gearbeitet. Die Schule verfügt über folgende Tierarten: Fische, Wüstenrennmäuse, Kaninchen, Meerschweinchen, Schafe, Pferde sowie einen Schulhund.

Seit einigen Jahren besteht eine intensive Zusammenarbeit der Peter-Härtling-Schule mit dem Institut für soziales Lernen mit Tieren in der Wedemark bei Hannover. www.lernen-mit-tieren.de/ oder http://www.kinder-und-tiere.de/service/partner/institut-fuer-soziales-lernen-mit-tieren.htmlDie Zusammenarbeit gestaltet sich so, dass einmal wöchentlich oder 14-tägig  Mitarbeiter des Instituts an die Schule kommen und den Schülern ausgewählter Klassen, vorrangig der Primarstufe, den Kontakt zu  den mitgebrachten Tieren (in erster Linie Nutztiere wie Pferde, Esel, Schafe, Schweine und Hühner und Streicheltiere wie Kaninchen und Meerschweinchen)  ermöglichen. Hierbei geht es vor allem um eine sinnesorientierte und wahrnehmungsfördernde Arbeitsweise.

 Außerdem  wird die Schule seit August 2004 an zwei bis drei  Tagen in der Woche von einem Schulhund besucht, der den Vormittag in einer Klasse verbringt, dem Unterricht beiwohnt und in den Pausen von den Schülerinnen und Schülern versorgt wird.

 Um den Schülern diese unschätzbar wertvolle Begegnung mit Tieren öfters  und inhaltlich noch umfangreicher zu ermöglichen, wuchs nach und nach die Idee, die vorhandene tiergestützte Förderung durch die  Etablierung eines „Schulzoos“ unter Einbeziehung pferdegestützter Förderung zu ergänzen.

Tiergestützte Therapie und Pädagogik hat  die unterschiedlichsten physischen, psychischen und sozialen Effekte. Im Weiteren werden hier die bedeutsamen Aspekte nur stichwortartig aufgeführt, um dann auf das Konzept der tiergestützten Pädagogik an der Peter-Härtling-Schule einzugehen.


 Physische Wirkungen:

 ²     Senkung des Blutdrucks

²     Muskelentspannung

²     Verbesserung des Gesundheitszustandes durch motorische Aktivierung

 
Mentale und psychologische Wirkungen:

 ²     Kognitive Anregung ( Lernen über Tierhaltung )

²     Emotionales Wohlbefinden

²     Förderung von Selbstbewusstsein

²     Reduktion von Angst

²     Psychologische Stressreduktion

²     Erfahrung von Geborgenheit im Zusammensein mit dem Tier

²     Antidepressive Wirkung

²     Direkte Spiegelung des eigenen Gemütszustandes durch das Tier

 
Soziale Wirkungen

 ²     Aufhebung von Isolation ( Tier als Kontaktvermittler)

²     Erleben von Körperkontakt

²     Vermittlung von Gesprächsstoff

²     Entwicklung  von Empathie

²     Grenzen erfahren und setzen lernen

²     Respekt erfahren und lernen auszustrahlen

 

 Das Konzept der tiergestützten Pädagogik an der Peter-Härtling-Schule teilt sich organisatorisch in fünf Bereiche:

 

1. Die Aquarien

Schon länger stehen in mehreren Klassenräumen  der Schule  Aquarien, die von den einzelnen Klassen versorgt und gepflegt werden. Außerdem befindet sich ein Aquarium im Eingangsbereich der Schule, das von einzelnen Schülern versorgt wird.

Im Vordergrund stehen bei der Versorgung der Fische das Erlernen von Verantwortung für lebende Tiere, der kognitive Erwerb von Wissen in Bezug auf Aquaristik,  und das beispielhafte Vorleben einer möglichen sinnvollen Freizeitgestaltung, wenn Kinder dieses Hobby zu Hause übernehmen. Dies ist gerade für Förderschüler, die häufig nicht in Sportvereinen oder ähnlichem organisiert sind, von großer Bedeutung.  Nicht zu Vernachlässigen ist der entspannende Effekt der bei der Betrachtung von Fischen im Aquarium eintritt.

 
2. Der  Schulhund Mary

Mary ist eine Mischlingshündin, die momentan regelmäßig an zwei  Tagen in der Woche die Schule besucht. Sie begleitet die 8. Klasse und  hält sich während der Unterrichtsstunden passiv im Klassenraum auf. Sie  soll durch ihre Anwesenheit die Schülerinnen und Schüler zur Ruhe und Entspannung bringen und zu Rücksichtnahme auffordern. In freien Situationen während des Unterrichts ist es möglich, mit Mary zu kuscheln und so Körperlichkeit als Ausgleich zur kognitiven Arbeit zu erfahren.  Mary spendet in Frustsituationen Trost, bringt Kinder zusammen, die sonst nicht viel miteinander anfangen können und bietet Geborgenheit. 

 In den Pausen kümmern sich die Kinder wechselseitig um Mary und gehen mit ihr spazieren. Sie lernen hierbei den artgerechten Umgang mit Hunden, finden Bewegung, Entspannung und Spaß im Spiel mit dem Hund und lernen ihre eventuell vorhandene Ängstlichkeit Hunden gegenüber zu überwinden. Ferner erfahren die Schülerinnen und Schüler, was es heißt, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen.

In der Regel ist der Hund einer  bestimmten Klasse zugeordnet, um Stress für das Tier zu vermeiden, es gibt aber auch durchaus die Möglichkeit, dass Mary zusätzlich an weiteren Tagen die Schule besucht und sich da in Klassen aufhält, die das wünschen.

 Mary ist sehr beliebt bei den Schülerinnen und Schülern unserer Schule, wenn sie morgens kommt, begrüßen sich Kinder und Hund freudig und liebevoll. In den betroffenen Klassen  wird aber auch klar, dass es nicht immer angenehm ist, Verantwortung für ein Tier zu haben (Gassi gehen bei Regen) und dass Tierpflege auch Arbeit macht. (Saubermachen des Hundes nach dem Spielen im Bach).

 

 3. Das Kaninchen- und Meerschweinchengehege

 Diese Tiere leben in einem Gewächshaus auf dem Schulhof und sind in ihrer Behausung frei zugänglich zu beobachten.

 Der Schwerpunkt der Arbeit mit diesen Tieren bezieht sich auf  die Erlernung des Umganges mit den Tieren und die Versorgung der Tiere.  Einzelne Schülerinnen und Schüler kümmern sich täglich wechselnd ums Füttern und Misten, wobei die Schüler ihre erworbenen Kompetenzen untereinander weitergeben. Die Kinder lernen Verantwortung und Empathie gegenüber dem Tier.  Sie erlernen praktisch die Arbeitsschritte des Umganges, sie erfahren körperlich den Umgang mit den Ausscheidungen des Tieres beim Misten und sie erfahren dabei auch, dass es gar nicht so schlimm ist, sich die Hände einmal schmutzig zu machen oder einer Geruchsbelästigung ausgesetzt zu sein, zum Wohle des Tieres.

Die Kleintiere an unserer Schule haben zwei wichtige Funktionen. Zum Einen bieten sie vielen Kindern eine Gelegenheit zur Verantwortungsübernahme bei der Pflege und beim Füttern der Tiere. Zum Anderen üben sich die Kinder, die in den täglichen Tieraufsichtsdienst während der Pausen eingeteilt sind, in sozialer Kompetenz. Sie verwalten sozusagen die Tiere und organisieren und beaufsichtigen es, dass andere Kinder mit den Tieren schmusen und spielen können.  Die anderen Kinder werden über die Kontaktaufnahme zum Tier unter anderem in ihrer Feinmotorik sowie in ihrer haptischen, visuellen und olfaktorischen Wahrnehmung gefördert. 

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist der „Kuschelfaktor“. Die Tiere können während der Pausen aus dem Gehege genommen werden und die Kinder können mit ihnen kuscheln und spielen, sich im Kontakt mit ihnen entspannen und emotionale Zuwendung holen, sowie geben.  Die bisherigen Erfahrungen damit sind durchweg positiv, die Kinder genießen den Umgang mit den weichen, handzahmen Tieren und geraten auch nicht in Streit darüber.

 
4. Die pferdegestützte Förderung

 Die pferdegestützte Förderung findet seit August 2006 im Sommerhalbjahr statt.
Bei dieser Arbeit, die auf einer an das Schulgelände angrenzenden Wiese stattfindet, stehen vor allem folgende Aspekte im Vordergrund:

 Stärkung des Selbstbewusstseins im Umgang mit dem großen Tier.  Die Kinder erfahren durch direkte Spiegelung, was es bedeutet, Grenzen zu setzen und sie erfahren Grenzen.  Sie  können über das Medium Pferd ein Bewusstsein für ihre Körpersprache erlangen und erleben in der Kommunikation mit dem Tier das Pferd als Partner. Wichtig ist hier vor allem das Loberitual, in dem jeder der drei Partner (Pferd, Kind, Coach) immer wieder ausgiebig gelobt  und wertgeschätzt wird. 

Durch die Übungen auf dem ausbalanciert laufendem Pferd sollen die Kinder in eine physische und psychische Balance gebracht werden.  Durch entspannende Übungen wird Stress reduziert, Ängste überwunden und Selbstsicherheit geschaffen. Durch die vorurteilsfreie Spiegelung des Pferdes und die liebevolle Zuwendung des Coachs fühlt sich das Kind emotional angenommen und kann Stress und Blockaden, die sich vielleicht im Laufe des Schultages gebildet haben, loslassen. Durch mentales Training auf dem laufenden Pferd wird die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften gefördert und mögliche Disbalancen ausgeglichen. Ebenso findet eine ganz intensive Förderung der Überkreuzmotorik statt , zum einen, indem das Kind entsprechende Übungen unter Beachtung seiner Hemisphärendominanz macht, zum anderen indem das Pferd viele Überkreuzgänge ausführt, auf die das Kind ständig mit seiner Balance auf dem Pferd eingehen muss.

 Beim Putzen und Hufeauskratzen wird neben dem kognitiven Erwerb von Kenntnissen vor allem der taktile Bereich gefördert; Berührung des Fells, erfühlen von eventuell schmutzigen Stellen, Arbeit mit dem Striegel mit verschieden starkem Druck, systematisches Arbeiten beim Putzen lernen, Angstbewältigung beim Hufeauskratzen unter Beachtung der Sicherheits-vorschriften, Training beider Hände (auch der nicht dominanten) beim Hufeauskratzen und Putzen.

 Für eine Dauer von drei Schulstunden  werden sechs Kinder einzeln gefördert, wobei zu Beginn der Einheit das Pferd gemeinsam geputzt und mit Voltigiergurt versehen wird. 

 Für diese Förderung verlassen die Schüler den Unterricht und kehren nach einer Schulstunde wieder zurück. Damit nicht immer der gleiche Fachunterricht verpasst wird, rotiert die Reihenfolge der Schüler wöchentlich.

Die Schülerinnen und Schüler werden meist über eine Dauer eines Schulhalbjahres gefördert, in Einzelfällen kann diese Zeit auch verlängert werden. Die hier geförderten Schülerinnen und Schüler kommen vorwiegend aus den Klassen 7-10.

 

 5. Die Leineschafe

Seit November 2007 hat die Peter-Härtling-Schule zwei Leineschafe (alte niedersächsische Schafsrasse) zur Verfügung. Seit Dezember 2008 zusätzlich einen Bock derselben Rasse. Die Tiere leben auf der Wiese, auf der auch die pferdegestützte Förderung stattfindet in artgerechter Haltung. Die Schafe werden von einzelnen, interessierten Schülern und Schülerinnen   versorgt und gepflegt. Die Schüler werden durch die Schafhaltung in die Haltung von Nutztieren eingeführt, es gelten im Hinblick auf Verantwortung für die Tiere die gleichen Aspekte für die Tiere des Streichelzoos. Bedingt durch ihre Körpergröße sind die Schafe aber für einige Schüler ernster zu nehmen als Meerschweinchen und Kaninchen, gerade der Umgang mit dem mächtigen und respekteinflößendem Schafsbock will gelernt sein und vermittelt ein ganz besonderes Erfolgserlebnis. Dennoch sind die Schafe  einfach kleiner und „leichter“ zu händeln als Pferde und sprechen daher ganz andere Schüler an, als diese  Tiere.

 Im Frühjahr bekommen die Schafe regelmäßig Lämmer, um die sich die Schülerinnen und Schüler natürlich noch verstärkt kümmern. Die Schüler erleben  die Geburt und das Aufwachsen der Lämmer hautnah mit und bekommen hier vielfältige Lernanreize.

Die Versorgung und Pflege der Schafe ist momentan so organisiert, dass jeden Tag eine kleine Gruppe Schüler selbstständig zur Weide geht und dort füttert, Zum Anderen verlangt diese selbstständige Tätigkeit für einige Kinder aber auch ein großes Maß an Selbstbewusstsein, das in der Gruppe immer mehr wächst. Es ist für einige Kinder nämlich eine Herausforderung sich mit dem zwar nicht aggressiven, aber doch körperlich sehr präsenten Schafsbock Hermann auseinander zu setzen. Hier spüren, die Schüler Grenzen, aber sie spüren auch, wie eigene deutliche Körpersprache und Präsenz das Tier in seine Grenzen weisen kann.

 

Außerdem werden die Schafe immer wieder von Klassen besucht, zum Streicheln, Spielen und Füttern. Ferner werden die Schafe von mir in der Einzelförderung benutzt, die ich eigentlich mit Pferden mache. Hierbei sind die Schafe häufig ein guter Einstieg zur Beschäftigung mit dem noch größeren Tier Pferd, oder ein Gesprächsanlass. tränkt, spielt, schmust und nach dem Rechten sieht. In diese Arbeit sind momentan 20 Kinder eingebunden. Die Kinder haben sich freiwillig für ein Halbjahr dazu gemeldet. Die Kinder besuchen die Klassenstufen 2-7.

Die Versorgung und Pflege der Schafe ist momentan so organisiert, dass jeden Tag eine kleine Gruppe Schüler selbstständig zur Weide geht und dort füttert, tränkt, spielt, schmust und nach dem Rechten sieht. In diese Arbeit sind momentan 20 Kinder eingebunden. Die Kinder haben sich freiwillig für ein Halbjahr dazu gemeldet. Die Kinder besuchen die Klassenstufen 2-7.

Beim Versorgen der Schafe ist zum Einen der Aspekt der Verantwortungsübernahme wichtig. Zum Anderen verlangt diese selbstständige Tätigkeit für einige Kinder aber auch ein großes Maß an Selbstbewusstsein, das in der Gruppe immer mehr wächst. Es ist für einige Kinder nämlich eine Herausforderung sich mit dem zwar nicht aggressiven, aber doch körperlich sehr präsenten Schafsbock Hermann auseinander zu setzen. Hier spüren, die Schüler Grenzen, aber sie spüren auch, wie eigene deutliche Körpersprache und Präsenz das Tier in seine Grenzen weisen kann.

 

Außerdem werden die Schafe immer wieder von Klassen besucht, zum Streicheln, Spielen und Füttern. Ferner werden die Schafe von mir in der Einzelförderung benutzt, die ich eigentlich mit Pferden mache. Hierbei sind die Schafe häufig ein guter Einstieg zur Beschäftigung mit dem noch größeren Tier Pferd, oder ein Gesprächsanlass. 

Beim Versorgen der Schafe ist zum Einen der Aspekt der Verantwortungsübernahme wichtig. Zum Anderen verlangt diese selbstständige Tätigkeit für einige Kinder aber auch ein großes Maß an Selbstbewusstsein, das in der Gruppe immer mehr wächst. Es ist für einige Kinder nämlich eine Herausforderung sich mit dem zwar nicht aggressiven, aber doch körperlich sehr präsenten Schafsbock Hermann auseinander zu setzen. Hier spüren, die Schüler Grenzen, aber sie spüren auch, wie eigene deutliche Körpersprache und Präsenz das Tier in seine Grenzen weisen kann.

  Außerdem werden die Schafe immer wieder von Klassen besucht, zum Streicheln, Spielen und Füttern. Ferner werden die Schafe  in der Einzelförderung benutzt, die  eigentlich mit Pferden gemacht wird. Hierbei sind die Schafe häufig ein guter Einstieg zur Beschäftigung mit dem noch größeren Tier Pferd, oder ein Gesprächsanlass.

 Ferner eignen sich die Schafe zum Kennenlernen des Schafe Scherens sowie der Wollverarbeitung und zur Bewusstseinsbildung in ökologischen Bereichen wie artgerechte Haltung von Nutztieren und Erhalt alter Nutztierrassen.

 

 

6. Wüstenrennmäuse

 

 Seit  September 2009 bereichert eine Gruppe von Wüstenrennmäusen den Schulzoo der Peter-Härtling-Schule. Die Mäuse wurden angeschafft, weil sehr viele Schüler Interesse an Mäusen bekundeten, was sich noch immer in der großen Beliebtheit der Pflegedienste zeigt. Diese beinhalten das Füttern und Versorgen in den großen Pausen. Hier besteht auch die Gelegenheit die kleinen Tiere auf einer speziellen Decke laufen zu lassen. Die Kinder überwinden hierbei ihre Scheu vor dem Anfassen dieser Tiere und sie lernen vorsichtig, behutsam und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen.

 Die Wüstenrennmäuse sind  im Forum hinter einer Glasscheibe allgemein sichtbar, (nicht allgemein zugänglich) wodurch sie für alle Schüler der Peter-Härtling-Schule präsent sind und ihr Verhalten gut beobachtet werden kann. Dafür eignen sich diese Tiere auch sehr gut, da sie im Zwei-Stunden-Rhythmus sehr aktiv sind, bzw. aneinandergekuschelt schlafen. Die Tiere leben in einem Vivarium gefüllt mit Kleintierstreu, in dem sie täglich neu große und von außen gut sichtbare Gänge buddeln. Dies macht sie sehr interessant zur Beobachtung, was alle Schüler von Klasse 1 bis Klasse 10 gerne nutzen. Der Vorteil für manche Schüler liegt hier ganz sicher auch darin, dass die Tiere hinter Glas sind und nicht unbedingt berührt werden müssen, wenn man sie von nahem sehen möchte.

 
7. Abschlussgedanken

 Als letzten Aspekt zur Arbeit mit Tieren in der Schule gilt natürlich für alle gehaltenen Tiere die Möglichkeit, das Tier fächerübergreifend zu nutzen, sei es im Sachunterricht oder in  Biologie, als Motiv zum Abzeichnen im Kunstunterricht oder als  Nutzung zum Schreibanlass im Fach Deutsch.

 Ergänzend zur tiergestützten Pädagogik muss auf den hohen pädagogischen Nutzwert der Schafswiese hingewiesen werden, auf der immer wieder Arbeiten anfallen, die Schüler in Gruppen oder alleine bewältigen. Hiermit kann persönlichkeitsbildend auf die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler Einfluss genommen werden.

 Das Konzept der tiergestützten Pädagogik darf nicht als starrer Rahmen verstanden werden, sondern muss zum Einen immer wieder fortgeschrieben und angepasst werden, zum Anderen ist diese Arbeit nur mit Kolleginnen und Kollegen möglich, die Spaß und Interesse an dieser Arbeit haben. Sollte das an der Peter-Härtling-Schule einmal nicht mehr der Fall sein, so darf nicht der Anspruch bestehen, alles zu erhalten wie es ist, sondern im Interesse der Tiere die Haltung von Tieren einzustellen oder zu reduzieren.

 

Bennigsen, den 18.02.2010